Informationen und Hintergründe zu Krebs Fatigue (KF), tumorbedingte Erschöpfung2018-11-18T12:24:36+00:00

Informationen und Hintergründe zu Krebsbedingter Erschöpfung / Fatigue

(englisch: Cancer Related Fatigue = CRF)

Fatigue – Was ist das eigentlich?
Wie unterscheidet es sich von der „normalen“ Müdigkeit?
Woher kommt es?
Welche Ursachen sind dazu bekannt?
Was kann ich tun?
Welche Therapieansätze gibt es?

Das 7 Schritte Selbsthilfeprogramm enthält:

Sieben theoretische Kapitel, die über die wissenschaftlichen Grundlagen der Fatigueerkrankung, Informationen für sinnvolle Laboruntersuchungen, Hinweise zum Umgang mit Gutachtersituationen bei Auseinandersetzungen zur Anerkennung von Schwerbehindertenstatus und Rentenverfahren und über mentale Techniken zur Stärkung des Umgangs mit der chronischen Erkrankung informieren.

In den begleitenden Emails finden Sie:

  • eine Anleitung zur Selbstbeobachtung mit Formblatt,
  • eine Anleitung für mentale Übungen zur Beruhigung der Amygdalaaktivität (Amygdala Retraining)
  • eine Anleitung für ein Scanprogramm zur Schärfung der Wahrnehmung für den eigenen Körper,
  • eine Anleitung zur wohlwollenderen Selbstakzeptanz zum Schutz vor Resignatiin und Frustration,
  • eine Anleitung für eine für Fatguepatienten adaptiertes Progressives Muskelentspannungstraining (PME) nach Dr. Jacobson,
  • eine Anleitung zu einem Visualisierungstraining der eigenen Krebsabwehrkräfte nach Dr. Simonton,
  • eine Anleitung zu einer Atemtechnik, die den beruhigenden Parasympathikus stärkt,
  • eine Anleitung zu einem Genusstraining nach DR. Lutz,
  • eine Anleitung zu einem abgestuften Aktivitätstraining zur Stärkung positiver Alltagsinhalte,
  • eine Anleitung zu Erkenntnissen aus der Ernährungslehre für Fatiguepatienten.

In den wöchentlich begleitenden Emails werden diese Themen aufgegriffen und Sie werden in kleinen überschaubaren Schritten zur Umsetzung angeleitet. Als oberstes Prinzip gilt, die eigene – auch aus der verstehbaren Frustration – genährte Leistungserwartung an sich selbst, umzuwandeln in eine wohlwollende Selbstakzeptanz des Wegs der kleinen Schritte und der Vermeidung von Überforderung.

Die Sieben Schritte enthalten so die notwendigen Informationen über mentale und kognitive Methoden über eine Beeinflussbarkeit der CRF Symptomatik, die Sie selbst in Gang setzen können. Diese Schritte können Sie durchlesen, vielleicht zuerst nacheinander, ganz in Ihrem Tempo. Sie können Sie mit Ihren Angehörigen teilen, um dort ein besseres Verständnis für Ihre Situation zu erreichen. Dann greifen Sie vielleicht im Laufe des nächsten halben Jahres immer dann auf einen der Schritte zurück, wenn er in den begleitenden Emails, die Sie wöchentlich zugeschickt bekommen, erwähnt wird. Diese wöchentlichen Emails sind das eigentliche Therapieprogramm, denn sie leiten Sie Schritt für kleinen Schritt in dem Prozess an, wieder Gestalter und nicht Ausgelieferter der chronischen Erkrankung zu sein.

Teilen Sie gerne die Informationen der Sieben Schritte mit Ihren Angehörigen und Ihren behandelnden Ärzten und Therapeuten. Für Psychotherapeuten habe ich ein eigenes Manual mit meiner Methodik entwickelt, welches diese sich herunterladen können.

Weitere Informationen und Hintergründe zum Fatigue-Syndrom finden Sie weiter unten.

Häufig beobachtete Symptome von Fatigue

  • Eine durch Erholung nicht veränderbare Erschöpfung

  • Drastischer Einbruch der Kräfte auf nur noch 20-30% der ursprünglichen Leistungsfähigkeit

  • Weitere körperlich fluktuierende Beschwerden

  • Das individuelle Beschwerdebild unterliegt oft innerhalb kürzester Zeit extremen Schwankungen

  • Phasen der Erschöpfung von z. T. mehr als 24 Stunden, je nach Anstrengung auch mehrere Tage

Warum ist Fatigue so schwer zu diagnostizieren?

Betroffene haben oft eine Vielzahl von Arztbesuchen hinter sich, die Fatigue nicht diagnostizieren konnten oder als unbehandelbare Folge- oder Begleiterkrankung einer tumorerkrankung ansehen. Dementsprechend ist dann auch keine Behandlung eingeleitet worden. Die Krebsbedingte Fatigue ähnelt in ihrer ausgeprägten Form der Erkrankung „Chronisches Fatigue Syndrom“. Hier können Sie mit dem international für die Diagnostik anerkannten sogenannten Kanadischen Interview testen, inwieweit bei Ihnen eine Verdachtsdiagnose CFS zuträfe. Die endgültige Diagnose kann nur von einem mit der CFS Erkrankung erfahrenen Arzt gestellt werden.

Testen Sie Ihren Verdacht auf CFS mit dem „Kanadischen Interview“ »

Umgang mit begutachtenden Ärzten

Wenn Sie mit Ihren Beschwerden der massiven Erschöpfung und fehlenden Erholungsfähigkeit bei Ärzten um Rat nachfragen, finden diese bei Fatigue Erkrankten in den meist vielfältigen Vorbefunden dabei typischerweise keine richtungsweisendendeutlichen somatischen (körperlichen) Befunde, deshalb wird oft der Verdacht einer psychischen Überlagerung bzw. die Verdachtsdiagnose einer Somatisierungsstörung oder einer Depressiven Episode in den Raum gestellt. Weiter ist das Problem derzeit, dass das Fatigue Syndrom als eine vorübergehende Begleiterscheinung der Krebserkrankung bzw. den Behandlungsfolgen angesehen wird. Eine depressive Stimmung ist aber nicht Ursache, sondern eher Folge der Beobachtung, dass die Kräfte nicht wie versprochen zurückkehren. Gutachteruntersuchungen bei Anträgen zur Berufsunfähigkeit oder Erwerbsminderungsrenten sichten meist nur die Vorbefunde und führen üblicherweise nur reine Querschnittsuntersuchung durch. Dadurch finden sich keine richtungsweisenden Befunde, die die typischen Charakteristika einer „echten“ Fatigue-Erkrankung, die über die dann angenommene depressive Erschöpfung hinausgehen, zeigen können. Die neuropsychologischen Tests erbringen meist durchschnittliche bis leicht unterdurchschnittliche Bewertungen.

Aus dieser Faktenlage wird dann rückgeschlossen, dass die Fatigue Betroffenen eigentlich leistungsfähig sein müssen zu mindestens dann bis zu 6 Stunden täglich. Wenn überhaupt wird ihnen eine Beeinträchtigung aus psychischen Gründen zugestanden.

Bei diesen Begutachtungen ohne Vorkenntnis des Krankheitsbildes Fatigue wird übersehen, dass die üblichen statischen Festlegungen der Belastbarkeit der Situation des Betroffenen nicht gerecht werden können. Entscheidende Bedeutung für eine angemessene Bewertung der Leistungsfähigkeit Fatigue-Kranker kommt der krankheitstypischen Gegebenheit zu, dass das individuelle Beschwerdebild oft innerhalb kürzester Zeit extremen Schwankungen unterliegt. Hier handelt es sich um Leistungsgrenzen, die zum einen nicht berücksichtigen, in welchem Umfeld die Person handelt und zum anderen ungeeignet sind, für kurzfristig, ohne erkennbare Ursache stark schwankende Symptomenkomplexe adäquate Limitierungen zu definieren.

Das Beschwerdebild unterliegt oft innerhalb kürzester Zeit extremen Schwankungen

Das grundsätzliche Dilemma bei der Erkrankung „Chronisches Fatigue Syndrom“ ist, dass die begutachteten Betroffenen in kurzen Zeitabschnitten in der Lage sind, annähernd normale Leistungen abzurufen. Durch das Abrufen von Leistung, sowohl kognitiver als auch körperlicher/muskulärer Art werden die Systemressourcen aber so erschöpft, dass darauffolgend eine nachhaltige Phase der Erschöpfung von z.T. mehr als 24 Stunden, je nach Anstrengung auch mehrere Tage, eintritt, in der die vorherigen Leistungen nicht mehr abrufbar sind.

Diese Funktionsbeeinträchtigungen und Leistungseinbußen können in der üblichen Querschnittsbeurteilung bei Fatigue Erkrankten systematisch nicht wahrgenommen bzw. erfasst werden. Gutachterliche Stellungnahme, die diesen Umstand nicht explizit berücksichtigen kommen daher zu systematisch fehlerhaften Ergebnissen.

Ursache dafür ist, dass die vielfältigen Beschwerden aus den Vorbefunden von den Ärzten, die mit Fatigue nicht vertraut sind, dahingehend fehlinterpretiert werden, dass die Symptomatik eher einer Somatisierungsstörung oder depressiven Erkrankung zugeordnet werden. Allerdings wird von Ärzten dann übersehen, dass rein psychische Erkrankungen dieses Phänomen der nachhaltigen Erschöpfung nach Belastung und der fehlenden regelhaften Abrufbarkeit der Leistungen nicht aufweisen. Depressiv Erkrankte sind in der Lage mit der entsprechenden therapeutischen Unterstützung wieder ihre Kräfte zu mobilisieren. Dies zeigt sich in den bei diesen Diagnosen oft erfolgreich angewandten Körper- und Sporttherapien. Wenn ein Gutachter also von diesen Diagnosen als Grundlage der Fatiguesymptomatik ausgeht, schließt er also zu Recht von dem Eindruck in der Gutachtersituation auf eine Leistungsfähigkeit im Alltag. Fatigue Patienten sind aber dazu nicht in der Lage. Bei Fatigue Erkrankten wird von Gutachtern auch immer wieder vorgebracht, dass die Probanden entweder die Beschwerden aggravieren oder sich willentlich zu wenig in den Prüfungsaufgaben anstrengen. Die pauschalste Kritik ist dann die Behauptung, dass das Krankheitsbild Fatigue wissenschaftlich nicht bewiesen und eine Außenseitermeinung sei. Das spricht nur für Unkenntnis oder mangelnde Auseinandersetzung mit der überwiegend internationalen wissenschaftlichen Literatur.

Wie entsteht diese Dauerbelastung unseres Systems?

Die Entstehung des Fatiguesyndroms ist multifaktoriell und kann mehrere Phasen durchlaufen. Meist beginnt die Erschöpfung bereits in der „Schockphase“ der Diagnosestellung, wird verstärkt durch tumorbedingte körperliche Veränderungen hervorgerufen und in der Therapie und Behandlung durch Nebenwirkungen manifestiert. So spielt das Fatigue-Syndrom in jedem Abschnitt der Krebserkrankung eine Rolle- von der Diagnosestellung, über die Behandlung und Nachsorge bis hin zur Palliativ-Versorgung. Oft verschwinden die Symptome nach der Krebsbehandlung innerhalb weniger Monate wieder. Es hat sich jedoch auch gezeigt, dass sich das Fatigue-Syndrom auch nach Abschluss der Behandlung und Vollremission des Tumors, chronifizieren und keine angemessene Erholung stattfinden kann. Die komplexen Entstehungsbedingungen und die Relevanz des Syndroms über alle Phasen der Krebserkrankung hinweg, bestätigen die Dringlichkeit einer angemessenen Beachtung und Behandlung des Syndroms. Dies ist nicht nur zur Verringerung der Fatigue-Symptomatik bedeutend, sondern auch im Hinblick der gesamten Krebsbehandlung, da durch die körperliche sowie die psychische Beeinträchtigung die „Compliance“ im Behandlungsprozess leiden kann. Durch die starke Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie der mentalen Instabilität, fällt es Patienten oft schwer, die nötigen Versorgungsmaßnahmen innerhalb der Krebsbehandlung wahrzunehmen. Dies ist verständlich und oft sind die Ressourcen durch die Dauerbelastung des Symptomkomplexes der Patienten aufgebraucht und können nur schwer wieder hergestellt werden.

Zunächst ist es wichtig zu erklären, warum die Folgen des Syndroms und die gestörten Reparaturfunktionen einen so starken Einfluss auf die Aufrechterhaltung der anhaltenden Erschöpfungssymptome haben und sich chronifizieren können.

Der Körper wird bereits durch das Wachstum der Tumorzellen stark belastet, durch die Behandlung, ob Strahlen oder Chemotherapie weiter strapaziert und die körpereigenen Ressourcen werden aufgebraucht. Des Weiteren kann durch die existenzielle Bedrohung der Krebserkrankung auch extremere Formen der psychischen Belastung entstehen, die in Kombination mit der körperlichen Stresskomponente eine sich selbst verstärkende Wirkung entfaltet und schlussendlich zu einer Chronifizierung führen kann.

Chronisch unter Stress leiden stört Erholungs- und Reparaturfunktionen

Wenn wir chronisch unter Stress geraten, verschiebt sich unsere gesunde Balance zwischen Spannung und Erholung weiter in Richtung Anspannung, so dass die Fähigkeit, sich zu nachhaltig zu erholen, verloren geht und gefühlte Ruhephasen letztlich nur weniger Anspannung aber keine tatsächliche Erholung bedeuten. Dieses Missverhältnis führt dazu, dass die Erholungs- und Reparaturfunktionen chronisch unzureichend zur Verfügung stehen. Dies unterhöhlt langfristig die Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit auch auf immunologischer Ebene, die für die Selbstheilungsfunktionen des Körpers gerade bei der Tumorbehandlung bedeutend sind.

 Leistungsgrenze bricht auf niedrigem Niveau zusammen

Bei dauerhafter Belastung sinkt die Leistungsgrenze dann auf ein individuell unterschiedliches Niveau von 20-40% der ursprünglichen Kräfte. Leistung ist hier nicht als extreme Form der Aktivität oder Produktivität zu verstehen, sondern als individuell angepasstes und gewohntes Niveau der Alltagsbewältigung mit allen üblichen Aufgaben. Diese Leistungsgrenzen sind dann auch mit höchster motivationaler Anstrengung nicht mehr auf das alte Niveau zu heben. In diesem Zustand ist unser Warnsystem, die Amygdala, sicher im Hintergrund vollständig auf Alarm geschaltet- dies bedeutet Daueranspannung.

 Teufelskreis aus Anspannung und Leistungsdruck

Daher wird jeder Versuch über diese erniedrigte Leistungsgrenze hinaus zu kommen, einen deutliche Erregung des Sympathikus nach sich ziehen. Dies treibt in einem Teufelskreis die Anspannung immer weiter nach oben mit negativen Effekten auf die Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems. Dies haben wir in unserer Praxis mit speziellen Stressmessungen zeigen können. Die einzige Möglichkeit, diesen Teufelskreis zu aufzuhalten, besteht darin, die augenblicklichen Leistungsgrenzen zu respektieren und nur noch an die Leistungsgrenzen heranzugehen, aber nicht mehr darüber hinaus. Auch die gedankliche Beschäftigung mit der Erkrankung und den Veränderungen im Leben des Betroffenen führen zu Stressreaktionen, die sich auf die körperlichen Abwehrreaktionen auswirken. Mentale Strategien sollen helfen, positive Perspektiven zu entwickeln, den Geist zu beruhigen und so Körper und Seele wieder in einen Ruhezustand zu bringen.

Eine chronische Stimulation der Warnfunktion der Amygdala (Gefahrenwarnfühler) im Limbischen System (Gefühlsverarbeitungszentrum) führt zu einer chronische Bereitstellung von Stimulation des vegetativen Nervensystems über die Hypophysen-Nebennierenrinde-Stressachse. Die Folge ist ein chronisches Ungleichgewicht von Sympathikus und Parasympathikus zu Ungunsten der Erholungsfunktion über den Parasympathikus. Das führt zu Veränderung der chronobiologischen Strukturen. Normale Cortisolausschüttung verändert sich. Der Tagesrhythmus des Cortisolspiegels nivelliert sich auf hohem Niveau. Dies führt zum Fehlen der abendlichen Absenkung, die zur Erholung und REM Schlaf notwendig ist mit dem Effekt der schon bald wahrgenommenen Schlafstörungen. Zusätzlich führt der hohe Cortisolspiegel zu einer Beschleunigung des metabolischen Systems mit den Folgen der thermischen Überhitzung, die nachts drastischer wahrgenommen wird z.B. als unerklärliches Schwitzen. Die Folge ist eine erhöhte Dauerspannung des muskulären Systems. Bei weiter bestehender chronischer Überlastung verändert sich der chronobiologische Rhythmus, indem die Cortisolausschüttung tagsüber sich auf niedrigem Niveau, abends aber weiterhin auf höherem Niveau einpendelt.

Die fortschreitenden Prozesse im Sinne eines Teufelskreises führen neurobiologisch zu einer Abkapselung der Amygdala von den regulierenden Systemen – Hippocampus (Bewegung) und Frontalhirn (Vernunft) – im Sinne eines Rückzuges auf Flight or Fight Mechanismen.

Dadurch werden autonome Prozesse und Mechanismen in Gang gesetzt. Diese unterliegen nicht mehr der Steuerung des Frontalhirns. Psychologisch wird dieser Prozess wahrgenommen als diffuse Ängste und Lähmungsgefühle der intentionalen Leistungsbereitschaft, somatisch als Herzenge, Tonisierung des muskulären Systems mit den Folgen der Angespanntheit und diffusen Schmerzen. Weitere Folgen finden sich bei den respiratorischen Parametern, ein System, das auf vermeintliche gefährliche Situationen sich einstellen muss, wie die Amygdala vorgaukelt, braucht mehr Sauerstoff. Das führt zu einem erhöhten VO2 Max Bedarf, das Atemvolumen nimmt zu über erhöhte Atemfrequenz. Es entsteht Kurzatmigkeit, der Puls erhöht sich.

Erste Hinweise auf wirksame Behandlungsmethoden für die Erkrankung CFS und damit auch CRF

Mittlerweile gibt es auf Forschungsebene erste Hinweise auf wirksame Behandlungsmethoden für die Erkrankung Fatigue. Die andauernden Schmerzen, die auch teilweise resistent gegenüber Analgetika sind, und die massive Erschöpfung führen zu einer Defizitstruktur und Reduktion des alltäglichen Bewegungs- und Trainingsumfangs sowie eine weitgehende Vermeidung schneller Bewegungsabläufe mit den Folgen, dass die natürliche Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems zu Ungunsten des parasympathischen Systems abnimmt. Die sympathische Innervierung nimmt zu, auch durch den psychologischen Effekt der negativ Bewertung der durch den Patienten wahrgenommenen Lebenssituation und den Symptomen, die nach der Literatur als existentielle körperliche Bedrohung interpretiert werden muss.

Die Patienten sind unfähig, ihre gewohnten Leistungen abzurufen, sehen sich konfrontiert mit einer Vielzahl von somatischen Beschwerden für die die konsultierten Ärzte keine fundierte Erklärung und auch keinen Therapieansatz haben.

Die dann üblicherweise Abschiebung in die Psycho-Schublade ist eine weiterreichende Stigmatisierung. Das macht Angst.

Angst ist ein schlechter Begleiter. Suchen Sie sich Hilfe, Ihr Körper ist nicht Ihr Feind, sondern er braucht neue Strategien, um die eigenen Selbsthilfekräfte wieder zu mobilisieren.

Das „Sieben Schritte“ Programm wird Ihnen Methoden und Strategien zeigen, die helfen sollen, mehr Akzeptanz und Wohlwollen Ihrem Körper gegenüber zu entwickeln und durch mentale Trainings die Selbstheilungskraft des eigenen Körper gezielt zu schulen.

Das Prof. Dr. Stark Fatigue-Therapieprogramm

Auf Basis der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse haben wir ein spezielles Therapieprogramm entwickelt. Diese Therapieprogramm ruht auf zwei Säulen:

  • Eine auf das Krankheitsbild abgestufte Psychotherapie mit dem Ziel, dem Patienten durch Vermittlung eines schlüssigen Erklärungsmodells wieder Zuversicht und Handlungsfähigkeit wiederfinden zu lassen (Psyche).

  • Wiedergewinnung der Regulationsfähigkeit des autonomen Nervensystems (Körper).

Das Therapieprogramm für Krebsbedingte Fatigue (Cancer Related Fatigue = CRF) wird von speziell ausgebildeten Therapeuten durchgeführt, zum Teil ambulant in der Arztpraxis. Es gibt jedoch Übungen, die der Patient auch zuhause selbständig durchführen kann: Vorbereitend und therapiebegleitend setzen wir als wirksamen Bestandteil des CRF-Therapieprogramms die Methoden der „Sieben Schritte“, einen 35-teiligen Online Videokurs zum Erlenen von Atemtechniken und tägliche Achtsamkeitsübungen ein. Das Programm „365 Tage“ hilft bei der Stabilisierung der Motivation und Achtsamkeit auf Ihren Prozess.

„Die Sieben Schritte“: Hilfe für Menschen, die am Chronischen Fatigue-Syndrom leiden.

Mit den bewährten Methoden aus der Fatigue-Therapie von Prof. Dr. Michael Stark können Sie wieder mehr Kraft und Lebensfreude schöpfen. In „Sieben Schritten“ kann der Körper Kraft, die Seele Mut und der ganze Mensch wieder zurück in den Alltag finden. Die 7 Schritte fassen die theoretischen Grundlagen zusammen, im begleitenden Email Programm – jede Woche erhalten Sie eine Email über ein halbes Jahr lang – finden Sie die konkreten therapeutischen Anleitungen.

Gemeinsam mit dem Fachmann für Achtsamkeit – Siegfried Höchst – hat Prof. Dr. Michael Stark zusätzliche hilfreiche Online Programme weiterentwickelt. Lernen Sie eine einfache, wirksame Atemtechniken zur Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte in einem 35-teiligen Video Onlinekurs.   Das Programm „365 Tage“ dient der Stabilisierung der Motivation und Achtsamkeit auf Ihren Entwicklungsprozess.

Erfahren Sie mehr über Prof. Stark und wie er zum Thema CFS fand

„Die Sieben Schritte“: bewährte Methoden aus dem CRF-Therapieprogramm von Prof.  Dr.  Stark

„Menschen, die am chronischen Erschöpfungs-Syndrom leiden, haben es oft schwer, ihr Leiden als echte Krankheit anerkannt zu bekommen. In meinem Praxis-Alltag höre ich immer wieder, dass die Beschwerden meiner Patienten im Berufsumfeld und Freundeskreis nicht ernst genommen werden. Nur sehr langsam findet hier ein Umdenken statt. Zum Glück gibt es gute Ergebnisse in der Arbeit mit meinen Patienten, die neueste Forschungsergebnisse bestätigen.

Speziell für Menschen, die nur schwer oder gar keine Behandlung in einer Praxis wahrnehmen können, habe ich diese Selbsthilfe entwickelt.

Alle gebuchten Inhalte („Die Sieben Schritte“, Videokurs und 365 Tage) können Sie jederzeit online abrufen. Wann, von wo und so oft Sie wollen oder können.

Natürlich kann diese Selbsthilfe kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung sein. Falls Sie bereits in ärztlicher Behandlung sind, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt ab, wie diese Angebote in den Behandlungsplan integriert werden können.

Die „Sieben Schritte“ mit meinen Patienten

Sie müssen nicht alleine arbeiten: Holen Sie sich Hilfe

Aber bedenken Sie bei all der Arbeit, die auf Sie zukommt, Sie sind nicht allein! Wenn Sie einen religiösen Zugang haben, bitten Sie Ihren Gott/ Schöpfer, Ihnen Ihre Schutzengel zur Seite zu stellen. Wenn nicht, dann knüpfen Sie an die gemeinsame heilende Energie aller Menschen an, die sich diesem Weg stellen. Mit einem solchen Geborgenheitsgefühl fällt es leichter, sich immer wieder zu motivieren.

Ihr Körper ist nicht der Feind

Denken Sie daran, dass Ihr Körper nicht Ihr Feind ist, sondern ein Wunderwerk. Er versucht Ihnen immer nur zu helfen, manchmal ziemlich drastisch und unbeholfen – zugegeben – , aber die Amygdala ist eben nicht intelligent und nicht auf der Höhe der Zeit, und kann Ihnen nur ihre alten Reaktionsmuster – Kampf oder Flucht – zur Verfügung stellen. Sie müssen mit Ihrem Verstand die Differenzierung vornehmen.

Zu einem neuen und wohlwollenderen Selbstverständnis finden

Nach meinen mittlerweile jahrzehntelangen Erfahrung mit Menschen, die an CFS erkrankt sind, haben diejenigen einen erfolgreichen Weg beschreiten können, die ein neues und wohlwollenderes Selbstverständnis zu sich entwickeln konnten. Sie haben mir beim Abschied gesagt: „Ich bin nicht mehr die/ der Alte, ich musste mich neu erfinden!“. Sie sind meist nicht in ihre alten Berufe zurückgekehrt, aber haben sich befreit von den inneren Leitsätzen, von denen viele sich geprägt gefühlt haben: „Erst die Arbeit, dann das Spiel. Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Nicht bestraft, ist schon gelobt genug. ….“. Jetzt konnten sie wieder sagen: „Ich kann die Sonne wieder fühlen und genießen, nicht nur sehen!“

Ich wünsche Ihnen auf Ihrem Weg, dass Sie immer die notwendige seelische Kraft spüren, die hilfreich ist, auf der Spur zu bleiben. Ich würde mich freuen, wenn diese Leitlinien und Bilder Ihnen diesen Weg erleichtern,
Ihr Prof. Dr. Michael Stark

Was können Sie nun konkret machen?

Die von mir speziell für Fatigue-Betroffene entwickelten Methoden helfen meinen Patienten während der Behandlung und können den Behandlungsverlauf positiv unterstützen. Sie können nun selbst von meiner langjährigen Behandlungserfahrung und den von mir täglich eingesetzten Methoden profitieren um Ihre Leiden zu mildern. Die 7 Schritte enthalten die grundlegenden Informationen und neuesten Erkenntnisse aus der kognitiven Verhaltenstherapie wie wir unser aus der Balance geratenes autonomes Nervensystem wieder in eine bessere Regulationsfähigkeit zurückführen können. Dazu gehören eine Vielzahl von Techniken, wie wir unseren Sympathikus, den Anreger – aber auch Aufreger – im Zaum halten und wie wir dem Parasympathikus – dem Erholer und Reparierer – wieder eine Stärkung vermitteln können.

Diese Wiedererlangung der Schwingungsfähigkeit unseres autonomen Nervensystems ist die grundlegende Voraussetzung für die Stärkung der Selbstheilungskräfte unseres Körpers. Diese Schritte können Sie sich in Ruhe alle durchlesen. Die begleitenden wöchentlichen Email Briefe sind dann ähnlich wie die wöchentlichen Therapiegespräche in der Praxis. Sie enthalten die jeweiligen Aufgaben zu den 7 Schritten und diese sollen Sie ermutigen, den Prozess durchzuhalten. Ich möchte Ihnen hier keine Heilung versprechen – dafür kann niemand eine Garantie geben. Was ich aber sicher sagen kann ist, dass Sie mit meinen Methoden der Sieben Schritte in eine Richtung gehen, die mehr postive wohlwollende Achtsamkeit für sich selbst entwickeln hilft.

Die „Sieben Schritte“ können Sie hier buchen. Den Online Atemtherapie-Videokurs und das „365 Tage Achtsamkeitsprogramm“ buchen Sie auf der Website von Siegfried Höchst. Alle Kurse für Sie online über das Internet jederzeit abrufbar, so oft Sie möchten und können. Auf Ihrem PC, Handy oder Tablet.

Nach der Buchung erhalten Sie per Email umgehend Ihre Zugangsdaten und können sich hier auf meiner Website einloggen. Sie müssen nichts installieren und können ohne Wartezeit alles sofort anwenden. Gehen Sie dazu in der Kopfleiste auf START und geben dann Ihre Email Adresse und Ihr Passwort ein. Dann sehen Sie eine Auflistung der von Ihnen gebuchten Kurse mit grünem Pfeil gekennzeichnet. Diese können Sie dann aufrufen. Beim Sieben Schritte CRF Kurs sehen Sie dann eine Auflistung der Sieben Schritte, die Sie nacheinander beginnend mit Schritt 1 oder bei Wiederholungen direkt mit der Schritt Nummer aufrufen können. Bei weiteren Fragen, wenden Sie sich gerne an uns unter contact@prof-stark-selbsthilfe.de. Nutzen Sie auch gerne den Blog für Kommentare oder Austausch mit anderen Betroffenen.

Mit den wirklich leicht verständlichen, kleinen Übungen, die Sie bequem von zuhause aus machen können, haben Sie eine bewährte Hilfe jederzeit zur Verfügung. Sie brauchen dafür keine Vorkenntnisse und nur ca. 5 bis 10 Minuten Zeit täglich. In Ihrem persönlichen Tempo, entsprechend Ihrer Kraft und Möglichkeiten.

Zu den Sieben Schritten